Die Werkstatt Rixdorfer Drucke

Die Werkstatt Rixdorfer Drucke, das sind Uwe Bremer, Albert Schindehütte, Johannes Vennekamp und Arno Waldschmidt (†), wurde 1963 in einem Berliner Hinterhof gegründet und gilt heute als ältestes deutsches Künstlerkollektiv.

Unverkennbares Markenzeichen der Gruppe sind Werke aus Text, Typografie und Holzschnitt, die dem politischen und kulturellen Leben Deutschlands auf den Zahn fühlten und von Anfang an die Zusammenarbeit mit Dichtern und Schriftstellern ins Zentrum rückte; ihre Autorenliste hat Literaturgeschichte geschrieben. 

Sie sind immer wieder in zahlreichen Museen, Sammlungen und Ausstellungen zu besichtigen. In der deutschen Kunstgeschichte haben sie ein Alleinstellungsmerkmal – ihr Gesamtwerk zählt heute zu einem „elementaren Kapitel jüngerer Kulturgeschichte“, so Prof. Dr. Bernd Küster, langjähriger Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel.

1975 zog das Künstlerkollektiv von Berlin ins Wendland auf Schloss Gümse. Heute sind die vitalen Bohemians wieder zurück in Berlin in der Potsdamer Straße.

Im Jahr 2017 verstarb Arno Waldschmidt und spätestens dann erhielt das Thema Nachlassverwaltung eine besonders große Aktualität.

Das Gesamtwerk der legendären Künstlergruppe wird nun seit Ende 2017 im Kunstarchiv Lüneburg im Amt Neuhaus von der Sparkassenstiftung verwahrt und betreut. Es steht interessierten Museen, Kunstvereinen und Galerien für Ausstellungen zur Verfügung.

„Es ist uns durchaus bewusst, dass mit der Übernahme dieses Werkes auch eine große Verantwortung einhergeht“, so der Lüneburger Oberbürgermeister Ulrich Mädge. Carsten Junge, Geschäftsführer der Sparkassenstiftung Lüneburg, ergänzt: „Wir freuen uns, dass die »Rixdorfer« uns das Vertrauen der Verwahrung und Verwaltung entgegenbringen und dieses wertvolle deutsche Kulturgut der Region Lüneburg überlassen“.