Aktuelles und Veranstaltungen

Symposium: Wenn du gehst. Welche Politik für Künstlernachlässe in NRW

Freitag/Samstag, den 5./6. November 2021

Veranstalter: Landesbüro für Bildende Kunst NRW und die Kulturbetriebe Duisburg

Veranstaltungsort: Kunsthaus NRW, Kornelimünster (Freitag) und Besuch zweier Nachlasszentren in Duisburg (Samstag)

Weitere Informationen finden Sie hier:

Der erste Teil des Symposiums am 5. November wird komplett auf der Seite des LaB K gestreamt.

 

Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos, die Plätze sind begrenzt. Bitte melden Sie sich an unter folgender Adresse: s.kerl@stadt-duisburg.de


Eröffnungsausstellungen und Podiumsgespräch im Kantorhaus Bernau bei Berlin

Ausstellungen: 12. September bis 31. Oktober 2021

Podiumsgespräch: Dienstag, den 14. September 2021, 14.30 Uhr

Veranstaltungsort: Kantorhaus, Tuchmacherstraße 13, 16321 Bernau bei Berlin

Anlässlich des nach aufwendiger Sanierung wieder öffentlich zugänglichen Kantorhauses im Stadtzentrum von Bernau bei Berlin werden am 12.09.2021 ab 10.30 Uhr zeitgleich in diesem Gebäude zwei Ausstellungen zu sehen sein:

 

Sichtbares Erbe=Geteiltes Erbe

Was ist Kunst noch wert, wenn sie in Vergessenheit gerät? Der Verein Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg e. V. beantwortet diese Frage, bevor sie schmerzhaft relevant wird. Er hat eine Arbeits- und Infrastruktur geschaffen, um Nachlässe von Brandenburger Künstlerinnen und Künstlern zu digitalisieren und online zu stellen. Langfristig engagiert sich der Verein dafür, dass ermittelte Kernbestände dieser regional wertvollen Nachlässe nachhaltig gesichert werden.

Seine praktischen Wege und kulturpolitischen Ziele werden in drei Kapiteln dieser Wanderausstellung aufgezeigt.

 

Claus-Lutz Gaedicke (1943 – 2012). Vom Umgang mit dem Erbe. Arbeitsstand.

Diese Ausstellung ist ein konkretes Beispiel für den Nachlass eines Bildhauers, der hier in dieser Region gelebt und gearbeitet hat. Sie ist ein Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der Erbengemeinschaft, dem Kulturamt der Stadt Bernau bei Berlin und dem Verein Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg e. V. 

Der Bildhauer Claus-Lutz Gaedicke rückt dadurch wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit, sein Nachlassverzeichnis der Skulptur und Plastik und seine Biografie sind zum Ausstellungsbeginn online in der Datenbank des ausstellenden Vereins zu finden.

 

Beide Ausstellungen sind aufeinander bezogen. Während die Wanderausstellung „Sichtbares Erbe=Geteiltes Erbe die Praxis und Vision des 2015 gegründeten Vereins Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg dokumentiert, thematisiert die zweite Ausstellung den konkreten Nachlass des Bildhauers Claus-Lutz Gaedicke, der von 1986 bis 2012 in Röntgental (Gemeinde Panketal) lebte und arbeitete. 

Kurz vor seinem Tod verfügte er testamentarisch, dass seine Kinder den Künstlernachlass erben sollen. Enthalten war auch der Wunsch,  dass sein Werk in der Gesamtheit zusammenbleiben möge. Die Ausstellung erzählt, was der Tod des Vaters im Hinblick auf die von ihm übertragene Verantwortung in den Kindern auslöste und welchen Fragen sie sich stellen mussten, um Antworten bzw. Lösungen zu finden. 

 

Die Initiative „Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg“ entstand im Mai 2011.

Am 31. Januar 2015 gründete sich der gleichnamige Verein, dem bis heute knapp 50 Mitglieder

angehören. Seit 2019 wird die Wanderausstellung "Sichtbares Erbe=Geteiltes Erbe" im Land

Brandenburg gezeigt. Der Auftakt fand im Landtag Brandenburg statt. Schirmfrau der Wanderausstellung ist die Präsidentin des Landtages Brandenburg, Frau Professor Dr. Ulrike Liedtke.

Weitere Informationen: www.private-kuenstlernachlaesse-brandenburg.de

 

Begleitprogramm

14.09.2021, 14.30 Uhr „Künstlernachlässe im Land Brandenburg – regiomal wertvolles Kulturgut?“

Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Ulrike Liedtke, Präsidentin des Landtages Brandenburg und Dr. Dagmar Enkelmann, Stadtverordnete der Linksfraktion sowie Ausschussvorsitzende für Bildung, Jugend, Kultur, Soziales und Sport in Bernau bei Berlin

Moderation: Thomas Kumlehn

 

Der Eintritt ist frei. Eine Teilnahme am Podiumsgespräch ist nur mit einer bestätigten Anmeldung möglich. Kontakt und Anmeldung:

Kulturamt der Stadt Bernau bei Berlin

Telefon (033 38) 36 53 11

kulturamt@bernau-bei-berlin.de 

 

Kantorhaus

Tuchmacherstraße 13

16321 Bernau bei Berlin

Eröffnung des Kantorhauses: 12.09.2021 um 10.30 Uhr

Öffnungszeiten: Donnerstag 10 – 18 Uhr, Sonnabend/Sonntag 10 – 17 Uhr, feiertags geschlossen

Eintritt frei! Es gelten die Bestimmungen aus der Corona-Umgangs-Verordnung des Landes Brandenburg

 

 

Weitere Informationen zu Ausstellungen und Podiumsgespräch finden Sie in den folgenden PDFs:

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Kantorhaus_Gaedicke_Künstlernachlässe_
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Was geschieht mit meinem Nachlass? Handreichung für Künstlerinnen und Künstler

Was geschieht mit meinem Nachlass? Was gehört zu einem künstlerischen Nachlass? Wie soll mein Werk zukünftig verwaltet und betreut werden?

 

Der Bundesverband für Künstlernachlässe stellt im Folgenden eine kleine Informationsbroschüre bereit,  die sich mit diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Künstlernachlässe beschäftigt.

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Änderungen im BKN Vorstand

Friederike Hauffe ist als Vorsitzende des Vereins Private Künstlernachlässe im Land Brandenburg e.V. zurückgetreten und daher seit dem 01.02. 2021 nicht mehr Mitglied des BKN Vorstandes. 


Aus dem Jahresrundbrief

Zum Abschluss des Pilotprojektes in Sachsen stellten die Beteiligten ihre Ergebnisse vor. Die neu entstandene Werkdatenbank umfasst inzwischen 58 Einträge zu Künstler*innen und 14.500 Werk-Einträge (https://www.werkdatenbank.de/). Es erfolgten eine fachliche Beratung und Unterstützung beim Erfassen von Kunstwerken in der Datenbank. In einigen Projektberichten zeigte sich dabei sehr deutlich, wie beratungsintensiv diese Arbeit ist, und dass die Künstler*innen dieses Erfassen nicht ohne eine entsprechende Beratung/Begleitung leisten können.

In Umfragen zur Bedarfsanalyse sowohl unter bildenden Künstler*innen als auch unter Nachlasshalter*innen wurden die gegenwärtige Situation, der Beratungs- und Handlungsbedarf von nachlassbewahrenden und nachlasspflegenden Personen, Künstler*innen und Institutionen sowie Museen, Bibliotheken und Archiven ermittelt. Das Ergebnis zeigte u.a., dass es einen sehr hohen Beratungsbedarf gibt. Alle Materialien und die Ergebnisse der Fragebögen gibt es unter

https://www.museumswesen.smwk.sachsen.de/3716.htm. Die Präsentation vom 16.12.2020 ist unter https://www.museumswesen.smwk.sachsen.de/3765.htm abrufbar. Das Projekt und seine Finanzierung endet am 31.12.2020. Im Moment sind Anschlussfinanzierung und Fortsetzung unklar und hängen von den Haushaltsberatungen des Freistaats im Januar ab.

 


Netzwerktreffen Künstlernachlässe in Baden-Württemberg

Donnerstag, 22.10.2020

Veranstaltungsort: Digitale Konferenz

Veranstalter: Otto und Maria Herrman-Stiftung, Künstlernachlässe Mannheim

Nachdem der im April angesetzte Termin entfiel, wurde am 22.10.2020 ein digitales Treffen veranstaltet. Ziel war ein erster Austausch und Netzwerken.

Neben verschiedenen Initiativen aus Baden-Württemberg nahm ein Mitarbeiter aus dem Referat des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung, Kultur teil, außerdem die beiden kulturpolitischen Sprecher der GRÜNEN und der SPD, Vertreter des Künstlerbundes Baden-Württemberg, sowie ein Vertreter der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

 

Beschlossen wurde ein Werkstattgespräch im Frühjahr 2021, außerdem soll es eine Anfrage im Landtag geben mit dem Ziel, dass das Land dabei unterstützt werden soll, die große Anzahl der einzelnen Initiativen (i.d.R. ehrenamtlich, privat engagiert) zu verknüpfen und deren Zusammenarbeit zu fokussieren.


11. Internationale Konferenz "Zugang gestalten! – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe"

Donnerstag, Freitag, den 4. - 5. November 2021

Veranstaltungsort: Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main und online im Livestream

Veranstalter: Wikimedia Deutschland e.V.

Zum kulturellen Erbe gehören nicht nur die Schatzkästchen zweckfreier Kunst, sondern auch Zeugnisse von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie. Dazu zählen unter anderem das Kolonialerbe, Propaganda- und Hetzschriften, Bauwerke oder Standbilder, die mit einer nationalistischen Intention errichtet wurden und die heute einerseits als Denkmäler erhalten werden, andererseits aber neu kontextualisiert werden müssen. 

 

Vor allem gehören zum kulturellen Erbe aber auch die Zeugnisse von Menschenrechtsverletzungen, bei denen sich die Frage stellt, ob ihre Ausstellung diese nicht noch vertieft.

 

Wie sollen wir mit solchen Zeugnissen, wie sollen wir mit diesem Erbe umgehen? Soll es frei zugänglich gemacht oder in „Giftschränken“ versteckt werden? Wie können, dürfen oder müssen solche Dokumente kontextualisiert werden? Wie wird in anderen Ländern mit diesen Zeugnissen umgegangen? Die 11. Internationale Konferenz „Zugang gestalten! – Mehr Verantwortung für das kulturelle Erbe“ widmet sich am 4. und 5. November in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt a. M. diesen schwierigen Fragen, nach einer Auftaktveranstaltung am Vorabend im Jüdischen Museum Frankfurt.

Wikimedia Deutschland e. V. ist dieses Jahr mit dem Konferenzteil “Openness und Giftschränke” mit dabei. Lesen Sie mehr darüber in unserem Blogbeitrag zur Konferenz.


Facebook für den Bundesverband für Künstlernachlässe

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass der Bundesverband für Künstlernachlässe nun auch bei Facebook zu finden ist!


Nationales Institut für Fotografie: Machbarkeitsstudie liegt vor

Um das fotografische Kulturerbe systematisch bewahren zu können, soll ein neues nationales Institut für Fotografie die Vor- und Nachlässe hervorragender deutscher Fotografinnen und Fotografen sammeln. Zudem soll es die Forschung in Fragen der Restaurierung und Konservierung weiter vorantreiben und die Ergebnisse durch Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen vermitteln.

 

Wie ein solches Institut aussehen könnte, beantwortet nun eine Machbarkeitsstudie.

 

https://bit.ly/3uZGJSn


Mitgliederversammlung des Deutschen Kunstrats

Bei der digitalen Mitgliederversammlung des Deutschen Kunstrats am 18.03.2021 stellten die Mitgliedsverbände ihre Jahresergebnisse kurz vor, anhand dessen die angespannte Lage im Kunstbetrieb sichtbar wurde. Die coronabedingten Folgen für Kunstschaffende und für die Kunst- und Kulturverbände waren überall spürbar. Auch wurden Handhabung und Nutzbarkeit der verschiedenen Förderprogramme diskutiert und die meistens sehr aufwändige Antragstellung bemängelt, welche viele Interessierte abschreckt.

Im Rahmen einer vom Kunstrat entworfenen Diskussionsvorlage für die bundeskulturpolitische Vertretung stehen sowohl Förderungen für Künstlernachlässe, als auch für regionale Sammlungen auf der Agenda. Damit soll die Förderung in der Fläche und nicht nur von Leuchturmprojekten angestossen werden. Ein wichtiger Punkt wurde erneut seitens des BKN angesprochen, der die enorme Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit in den Blick hebt, die in den Kunst- und Kultureinrichtungen geleistet wird. Diese Leistung muss eine höhere Anerkennung finden, welche sowohl für die Institutionen als monetärer Wert (z.B. für Eigenmittelnachweis bei Förderanträgen) anrechenbar, als auch für die ehrenamtlich Tätigen als höhere steuerliche Entlastung absetzbar sein sollte. (Red. Gora Jain)


Treffen zwischen dem Institut für aktuelle Kunst, der HBK Saar, dem MNHA und Mediart am 1. Juli 2020. Pressebericht.

Am 1. Juli 2020 kamen die Mitarbeiter von vier saarländischen und luxemburgischen Institutionen (Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Hochschule für bildende Künste Saar, Musée national d’histoire et d’art Luxembourg (MNHA) und Mediart) im MNHA zusammen, um sich zum Thema der Künstlernachlässe auszutauschen. Als erste gemeinsame Aktion wird im Winter 2020/21 ein eintägiges Arbeitstreffen von Fachleuten aus der Großregion organisiert werden. Thema wird die institutionelle Hilfestellung beim privaten Umgang mit Künstlernachlässen sein. Ein abschließendes Rundtischgespräch soll über den Kreis der Experten hinaus auch ein breiteres Publikum ansprechen. Für die zweite Hälfte des Jahres 2021 ist ein internationales Symposion zur Archivierung und wissenschaftlichen Auswertung von Künstlernachlässen geplant.
Luxemburg, den 2. Juli 2020
Jamie Armstrong (MNHA)


Das neue Mitglied des BKN

Wir freuen uns Ihnen unser jüngstes Mitglied vorzustellen!

Anlaufstelle für Künstlernachlässe in Bayern

Der gemeinnützige Verein Bayerische Künstlernachlässe e.V. wurde im Jahr 2018 von einer Gruppe Kunst- und Kulturwissenschaftler*innen gegründet. Ziel ist, Nachlässe von Künstler*innen – seien es Kunstwerke, seien es Dokumente – vor Zerstörung oder Auflösung zu bewahren. Es gilt, die Materialien zu sichern und, in einem zweiten Schritt, lebendig zu halten. Die zentralen Tätigkeitsfelder des Vereins sind daher erstens die Beratung von Nachfahren, Verwandten und Nachlassverwaltern, zweitens die Hilfestellung für Initiativen zur Bewahrung und drittens das Erforschen und Vermitteln der Nachlässe.

Die Website des Vereins enthält unter anderem ein Verzeichnis, das Nachlässe von Künstler*innen mit Bezug zu Bayern erfasst und charakterisiert. Diese Dokumentation unbekannter und/oder nicht zugänglicher Materialien ist die Voraussetzung für Recherchen und Auswertungen und ermöglicht wissenschaftliche und zivilgesellschaftliche Auseinandersetzungen mit diesem Kulturerbe. Einblicke in die Vielfalt bayerischer Künstlernachlässe bieten außerdem wechselnde „digitale Ausstellungen“.

 

Kontakt:

Bayerische Künstlernachlässe e.V.
Bahnhofstraße 29
82402 Seeshaupt
Telefon: 08801 95063
E-Mail: info@kuenstlernachlaesse.bayern
www.kuenstlernachlaesse.bayern